Ighrind

Dies ist meine neueste Welt, die ich eigentlich nur als Hintergrund für einen NSC (Nicht-Spielercharakter), nämlich Maëlle meiner Lodoss-Kamapgne, entwarf. Einen Kurzüberblick über die Welt gibt es hier!

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Ighrind Einführung

Die als ,Ighrind‘ bekannte Welt ist ein rauer Brocken Erde, eingehüllt in ein Laken aus Eis und frostigen Winden. Doch diese Welt war nicht immer solch ein dunkler und lebensfeindlicher Ort. Ighrind war einst eine mehr oder minder durchschnittliche Welt mit zwei großen Kontinenten, einer schönen Flora und Fauna sowie ein paar prähistorischen Zivilisationen. Wie kam es aber, dass diese Welt in den Klauen ewigen Eises gefangen war?

Vor mehr als 6.000 Jahren kam der Götterkrieg zwischen Ain, dem Gott der Sonne, und Aon, der Göttin der Nacht, zu einem bitteren Ende. Aon, deren Verehrer die Ains tausendfach an Zahl übertrafen, erschlug den Sonnengott in der finalen und tödlichen Schlacht in den Himmeln. Die Sonne explodierte und der sterbende, aber weiterhin unerträglich heiße Körper des Gottes stürzte auf die nördliche Hemisphäre Ighrinds, alles Leben mit seinen letzten feurigen Atemzügen versengend. Aon, selbst schwer verwundet, folgte ihrem Widersacher und fiel auf die zerstörte und verbrannte Erde. Ihr Körper aus Eis bedeckte fast den gesamten Kontinent, während ihr gefrierend kaltes Blut den Rest des gefolterten Landes überflutete.

Zwar fast als unmöglich zu betrachten, so gab es dennoch Überlebende. In den Adern der meisten floss jedoch daimonischer Ichor — ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung der Welt. Vor unzähligen Äonen, bevor die Götter kamen, existierten die Dunklen Träumer – Wesenheiten geboren aus der All-Finsternis, die vor der Schöpfung war und deren Unterbau bildet. Als diese finsteren Geister empor blickten, sahen sie die Schöpfung und träumten von ihrer Zerstörung. Jedoch konnten sie nicht durch den Schleier der Schatten greifen, der sie von der Welt der Sterblichen trennt. Sie entdeckten aber, dass sie sich im Umbra manifestieren konnten, wenn sie das planare Gewebe mit ihrer dunklen Essenz tränkten. Dies war die Geburtsstunde der ersten Wahren Daivas oder Erzdaimonen. Diese Kreaturen waren keine Verkörperungen der Dunklen Träumer – oder Dunkle Schöpfer, wie Daimonen sie nennen — sondern ihrer Selbst bewusste Wesen, Aspekte so zu sagen. Jeder dieser Daimonenahnen ist einzigartig und verkörpert die Eigenschaften und Ambitionen seines entsprechenden Schöpfers. Diese dunklen Schänder und Zerstörer erkannten den Tod der beiden Hauptgottheiten als ihre Gelegenheit und ergriffen diese.

Ihre Hilfe den verendenden Sterblichen anbietend war es den wahren Daivas möglich, lebende Nachfahren zu zeugen. Das menschliche oder elbische Erbe ging mit Ausnahme der körperlichen Gestalt fast völlig verloren, so dass diese neuen Kreaturen echte Daimonen waren, die ihre Eigenschaften mit ihren daimonischen Ahnen teilten. Diese Daimonen waren fortpflanzungsfähig und fruchtbar, so das sie der Anfang der mächtigen daimonischen Familien wurden, die alle auf einen der Wahren Daivas zurückgehen. Alle daimonischen Familien umfassen unsterbliche Daivas — entweder direkte Nachfahren der Daimonenahnen oder Kinder zweier ,niedrigerer‘ Daimonen — und Wesen, die das Ergebnis der Vermischung von sterblichem und daimonischem Fleisches sind. Heute gibt es kaum noch Sterbliche, die keine Anzeichen daimonischen Erbes zeigen.

Einige hundert Jahre nach der Zerstörung der Welt tauchte eine Wesenheit von unglaublicher überirdischer Macht aus den Stürmen des Ewigen Winters Ighrinds. Gerüchten zufolge handelte es sich dabei um ein Kind geboren aus Aons Seele und einem der Dunklen Schöpfer, aber niemand kennt die Wahrheit. Diese Kreatur, die man heute als Kryossiarch oder Imperator kennt, eroberte die meisten Lande Muatas, des Hauptkontinenten Ighrinds, und gründete ein mit fester Hand regiertes Reich, das schlicht als ,Imperium‘ bekannt war. Der Kryossiarch war von Anfang an ein schwer fassbarer Herrscher, der sein Reich hinter versiegelten Toren kontrollierte. Er hatte jedoch einen sehr deutlichen Einfluss auf die Imperiale Sprache: da es sich bei ihm um einen Hermaphroditen handelte, sahen sich die Linguisten des neuen Imperiums gezwungen, ein viertes grammatikalisches Geschlecht zu konstruieren, um sich auf ihren Herrscher zu beziehen.

Drei Jahrtausende herrschte der Kryossiarch mit kalter und eiserner Hand. Doch plötzlich und vollkommen unerwartet übertrug er alle tagesgeschäftliche Entscheidungsgewalt dem Imperialen Rat. Die Imperiale Stadt Leith liegt ungefähr 300 Meilen vom Archar-Gebirge entfernt, dem einzigen erwähnenswerten Orientierungspunkt des Kontinents-im-Ewigen-Eis. Die hier in Leith residierenden daimonischen Familien, die siebzehn so genannten Imperialen Familien, hatten schon immer beschränkte Einflussmöglichkeiten auf die Entscheidungen des Kryossiarchen. Nun jedoch hatten sie Macht zu herrschen – und versagten dabei kläglich.

Heute scheint der Kryossiarch sein Reich aufgegeben zu haben und verlässt niemals seine Zitadelle, der höchste Punkt der fast vollkommen unterirdisch liegenden Stadt Leith. Nur seine persönliche Leibgarde der rotgekleideten Magier sind ein Anzeichen dafür, dass noch jemand in jenem Turm lebt. Die Mitglieder des Rates hingegen waren so sehr in ihre eigenen kleinen Pläne und Intrigen verwickelt, dass sie die Macht über das Land einbüßten. Die Imperiale Armee schwand nach und nach dahin bis nur noch die Stadtwache Leiths übrig blieb. Imperiale Magistraten hatten weder die Truppen noch die Ressourcen, um mit Erhebungen in den Provinzen und dem Hinterland fertig zu werden. Die Imperialen Familien befinden sich bis heute in dem Glauben, ein weites Reich zu kontrollieren. Die Wahrheit jedoch ist, dass das Imperium an den Stadtmauern Leiths endet.

Außerhalb der Imperialen Stadt befindet sich wenig, was ein Imperialer Bürger Zivilisation nennen würde. Nomadische Stämme aus Menschen und Daimonen wandern durch das Land, kämpfen gegen einander und vor allem gegen den Ewigen Winter, der der wahre Herrscher dieses Kontinents ist.

Im Jahr 5237 des Imperialen Kalenders erhob eine neue Bedrohung ihr Haupt: der Lich-Daimon K‘moi. Meister K‘moi oder Kaesh‘moaee ist ein Wahrer Daiva, der Ighrind lange Jahrtausende heimsuchte bis er vor ungefähr 2.000 Jahren zerstört wurde – zumindest glaubten dies seine Mörder. Kaesh‘moaee kehrte nicht in die Finsternis zu seinem Dunklen Schöpfer zurück, sondern klammerte sich an seine Existenz in der Welt der Sterblichen, indem er sein Sein auf den Ichor konzentrierte, der er in den Adern seiner Nachfahren floss. Es kostete die Kreatur über 700 Jahre bis sie wieder einen Körper im Umbra erschaffen konnte, während es ununterbrochen gegen den Ruf seines Dunklen Schöpfers kämpfte, in die Vergessenheit und Nicht-Existenz zurückzukehren. Fast die gleiche Zeit verstrich, bis er seine Kräfte wieder aufgefüllt und seine frühere Körper- und Geistesstärke erreicht hatte. Zwar immer noch eine Verkörperung seines Dunklen Schöpfers, hatte sich Kaesh‘moaee verändert. Er hatte kein Interesse mehr daran, die Ziele seines Schöpfers zu verfolgen. Da ihn die nicht enden wollende, innere Auseinandersetzung mit den Einflüsterungen des Dunklen Träumers ermüdeten und langweilten, suchte – und fand – er eine Möglichkeit, um die Stimmen in seinem Kopf ein für alle Mal zum Schweigen zu bringen. Er verwandelte sich selbst in eine untote Kreatur, einen Lich-Daimon. Nachdem er eine Armee aus untoten Wesen aus der Erde Muatas beschwor, begann er die nomadische Stämme der Eiswüste anzugreifen und langsam, aber sicher gen Leith zu marschieren. 5236 erreichte er schließlich das Archar-Gebirge und errichte dort eine Festung. Als nächsten Schritt erklärte er dem Imperium im folgenden Jahr den Krieg. Der Imperiale Rat war gelähmt vor Schock.

Die Kaesh‘man – die mächtigste Imperiale Familie und direkte Nachfahren Kaesh‘moaees vor seinem ,Tod‘ – waren gefangen zwischen der Entscheidung, eine Verteidigung für Leith zu organisieren oder sich ihrem Ahnen zu unterwerfen. Der Rest des Rates war zu überrascht und verfügte über nicht ausreichende Kenntnisse der Verteidigungsanlagen und Truppen der Hauptstadt, um zu reagieren. Also entsandte der Kryossiarch drei Rotmäntel zum Rat, die in der Lage waren, eine Armee aus der Hauptstadtbevölkerung zu rekrutieren und mit dieser gegen Meister K‘moi zu marschieren, bevor dieser Leith angreifen konnte. Dieser Angriff wird heute der ,Marsch der Toten‘ genannten, da kaum einer lebend in die Imperiale Stadt zurückkehrte – selbst einer der ausgesandten Rotmäntel verging in dem Schlag gegen Meister K‘mois Festung. Jedoch muss auch die Armee des Wahren Daivas vernichtend geschlagen worden sein, denn er holte nicht zum Gegenschlag aus – bis heute nicht. Es gibt immer kleinere Geplänkel, aber nichts, was das Imperium wirklich gefährden könnte. Der Schatten im Süden bleibt jedoch bestehen und niemand kennt den Verbleib all der Leichen vor den Toren der Festung des Erzdaimonen – sie alle sind einfach verschwunden.

Nach diesen schrecklichen Ereignissen brauchte die Stadt einen Sündenbock, der für den Verlust so vieler Leben verantwortlich gemacht werden konnte – die Kaesh‘man. Der Rat erklärte sie zu Verrätern und ließ die gesamte Familie in einem Schattenkrieg dahin schlachten, der später nur noch als ,Die Säuberung‘ in Erinnerung blieb.

5424 begann sich ein neues Gerücht im Imperium zu verbreiten, das die daimonischen Familien in Unbehagen und Argwohn versetzte. Meister K‘moi habe einen neuen Champion, eine halb-untote Kreatur, und bereite sich auf Krieg vor. Zwei Jahre später wurde der Wahre Daiva in seiner eigenen Festung von ein paar Assassinen angegriffen, unter denen sich auch eine als ,Seine Enkelin‘ bekannte Untotenjägerin befand. Der Angriff war jedoch erfolglos und alle Assassinen starben eines grausamen Tods. Zurückkehrende Kundschafter berichten weiterhin von zunehmenden Aktivitäten und wachsenden Armeen hinter den Festungsmauern des Lich-Daimons. Die Frage bleibt, wann diese Armeen angreifen werden. Pessimisten glauben, dass das neue Jahr 5427 die Antwort bringen wird.


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