Geschrieben Björn-Ole Kamm

Nutzen und Gratifikation bei Boys’ Love Manga

Publikation: Eine empirische Studie des Phänomens inklusive Interviews in Japan und Deutschland. Die Forschungsmethode basierte auf dem Uses & Gratifications Ansatz (Symbolischer Interaktionismus).

Warum lesen Frauen Manga, die sich nur um die Beziehungen zwischen Männern drehen? Dieses als Boys‘ Love bekannte Genre findet in Japan seit den 1980er Jahren, aber auch zunehmend in Europa oder den USA, enormen Zuspruch. Gleichsam wachsen die wissenschaftliche und massenmediale Aufmerksamkeit gegenüber den Leserinnen, den fujoshi.
Probleme mit der Sexualität, Angst vor echten Männern oder einfach Wirklichkeitsflucht zählen zu häufigen Erklärungen für das Phänomen — die aber meist nur auf der Analyse weniger Manga beruhen. Die Vielfalt des Genres wird dabei ebenso wie die Nutzerinnen selbst ignoriert. Die Vielfalt der Nutzung und der Motive dafür stehen hingegen im Fokus der vorliegenden Arbeit.

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